Wirkt Psilocybin gegen das Reizdarmsyndrom?
Es gibt noch keine überzeugenden wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Psilocybin (der Wirkstoff in Zauberpilzen und Trüffeln) beim Reizdarmsyndrom (IBS) hilft.
Psilocybin wird hauptsächlich im Hinblick auf psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Sucht untersucht. Klinische Studien zeigen in diesen Bereichen teilweise vielversprechende Ergebnisse.
Es gibt keine direkten Studien zu Psilocybin bei Reizdarmsyndrom. Es gibt allenfalls indirekte Zusammenhänge: Stress, Angst und Stimmung wirken sich erheblich auf den Darm aus, und Psilocybin scheint diese psychologischen Faktoren bei manchen Menschen zu verbessern.
Die Darm-Hirn-Achse (die Kommunikation zwischen Gehirn und Darm) spielt bei Reizdarmsyndrom eine Rolle. Theoretisch könnte Psilocybin über diesen Weg wirken, dies ist jedoch spekulativ.
Es gibt auch Risiken: Psilocybin kann Angstzustände, Panik oder Psychosen auslösen, insbesondere ohne ärztliche Aufsicht. Zudem ist es in den Niederlanden nur in Form von Trüffeln legal und noch nicht als Medikament zugelassen.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass Psilocybin zur Behandlung des Reizdarmsyndroms geeignet ist. Zukünftige Forschung könnte mehr Klarheit schaffen, aber derzeit bleiben Ernährung (z. B. FODMAP), Lebensstil, Stressreduktion und möglicherweise Medikamente die Standardbehandlung.
Quelle: https://www.mdpi.com/2075-1729/13/12/2345
Autor: Prof. Dr. Dirk Devroey - Neuestes Update: 2025-09-20 - Urheberrechte: Clinifacts 2026
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